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Reisen

Weltreise – Wie es ist, nach Haus’ zu kommen.

By on 24. November 2017

Bist du auch schon mal für längere Zeit gereist oder der Heimat fern geblieben? Ein Jahr vielleicht oder mehrere Monate? Oder noch länger?

Dann kennst du das Gefühl mit voller Wucht in die „alte Umlaufbahn deines früheren Lebens“ katapultiert zu werden!

Wir haben es vor wenigen Wochen erlebt und wissen wie schwer es sein kann!

Für fast ein ganzes Jahr sind wir (meine Lebenspartnerin) gereist und niemand konnte in unseren Alltag eingreifen. Kein, „was macht ihr am Wochenende?“ oder „wann kommt ihr uns mal wieder besuchen?“. Die Distanz, die Zeitumstellung und auch die Wahl für bestimmte Zeit den Mechanismen zu entwachsen bescherte uns nie geglaubte Freiheit.

Wir brauchten erst zu antworten, wenn die Zeit zwischen Surfen und Wandern es ergab oder unsere Stimmung es zuließ. Auch wenn wir es uns für die Rückkehr fest vornahmen den ruhenden Rhythmus beizubehalten, scheint die Nähe zur Gesellschaft jegliches Maß an Besinnung zwanghaft unterbinden zu wollen.

Plötzlich klingelt wieder das Telefon, Ämter drohen fristgerecht zu Kürzen und alte Umzugskartons enthüllen eine Zeit von Aufbruch und Freude. Emotionen und Träume prasseln täglich aufeinander und reihen sich schleierhaft zwischen die Bilder der Reise.

Wir ziehen uns trotzdem regelmäßig zurück und genießen die Augenblicke, in denen wir an Strände, Wälder und Schluchten denken. Hören wir die Musik von „damals“, fließt auch gern mal eine Träne. Einfach weil wir dankbar sind.

Wie lange dauert es wirklich wieder anzukommen?

Oft haben wir uns vorher Menschen angeschaut, die ähnliche Erfahrungen machen durften. Und was sollen wir sagen? Viele Reisende haben sich grundlegend verändert. Lebensstile wurden radikal erneuert, Beziehungen gingen zu Bruch. Das Bewusstsein für Umwelt und Gesellschaft entwuchs dem durchschnittlichen Bewohner unseres wundervollen Landes. Erwartet uns das auch? Was kommt jetzt auf zu? Werden auch wir uns noch weiter verändern? Halten wir es in Deutschland aus oder packt uns die Flucht vor grummeligen Menschen am Schopf und schmeißt uns wieder hinaus?

Im Moment lässt sich die Tragweite nur erahnen. Nirgendwo gibt es Hilfe für Menschen die genau diese Fragen haben. Aber das braucht es auch nicht. Denn ähnlich dem aufbruchsvollen Hochgefühl vor der Weltreise, beginnen nun neue Abenteuer in unser Leben zu treten. Nein, wir wollen nicht den gleichen Lebensstil wie früher. Tagelang vor dem Fernseher hängen und glauben mit dem nächsten Großereignis erlangt das Leben einen Schub. Es ist Zeit all die wundervollen Ideen und Träume, die stetig auf Reise wachsen wahr werden zu lassen und endlich das Leben zu erschaffen, welches Freiheit und Unabhängigkeit verspricht.

Was hilft um anzukommen?

Ganz klar: Akzeptanz! Akzeptiere jede Herausforderung, die in der Zeit deiner Rückkehr auf dich trifft und begegne ihr mit Liebe und Gelassenheit. Du entscheidest, wie schnell du dich aus dem scheinbaren Loch befreist. Wir haben einige Wochen dafür gebraucht. Aber irgendwann legt das Universum dir dieses eine Ticket, für diesen einen Zug vor deine Füße und du brauchst nur einzusteigen!

Tipp: Wir haben regelmäßig Tagebuch geführt und schreiben ein Buch über unsere Reise. Ob du es Verlagen schickst oder online stellst, liegt an dir. Aber es hilft zu verarbeiten.

 

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Rob Schiller
Berlin

"Wenn du schnell ans Ziel kommen willst, dann geh allein. Wenn du weit kommen willst, dann geh mit anderen."